Apr. 10th, 2012

Ago...

Apr. 10th, 2012 10:47 am
my0wnn3v3rland: (Default)
„Verdammt nochmal Lan!!! Steh endlich auf!“, brüllte Jewels die Treppen
hinauf, doch ihr jüngerer Bruder blieb unbekümmert liegen und schlief
seelenruhig weiter.
Die Brünette ging genervt auf und ab. Sie kriegte den kleinen so gut wie nie
wach ausser dieser stand alleine auf... Oder Miquel war da. Alleine schon beim
Gedanken an den Freund ihres Bruders seufzte sie. Sie hatte nichts dagegen das
Lan schwul war, auch nicht das er ziemlich frühreif war. Sie hatte einfach
schlicht und ergreifend was gegen Miquel Marquez.
Und das hatte mehrere Gründe.
„Guten Morgen, Terrorschwester!“, erklang Miquels Stimme als er ins Haus
trat und sich genüsslich streckte. Das war einer davon. Diese kleine Pestbeule
hatte einen Hausschlüssel von Lan gekriegt und er war so gut wie immer hier
drin, wenn Jewels es am wenigsten gebrauchte. „Wo ist mein kleiner Engel?“,
fragte er sie Zuckersüss und die Brünette deutete nach oben. „Im Bett wo
sonst...“, knurrte sie. „Ein Morgen Quickie herrlich!“, damit verschwand
Miquel und rannte polternd die Treppen rauf. Schon wieder ein Grund. Er dachte
ständig an Sex.

Lan spürte wie jemand aufs Bett stieg und zu ihm kraxelte. Allerdings war er
viel zu müde um das richtig zu realisieren. Er nahm einfach mal an, dass es die
Katze war. „Hallo, mein Engel...“, hauchte plötzlich, engelsgleich, die
Stimme des Spaniers an sein Ohr. Eine Gänsehaut bildete sich auf der Haut des
Vierzehnjährigen und er grummelte etwas Unverständliches. „Raus aus den
Federn!!!“, sagte der Blond ungeduldig und riss Lan die Decke weg. Sofort sog
er scharf die Luft ein. „Seit wann schläfst du nackt?“ – „Seit ich dir
den Hausschlüssel gegeben habe!“, murmelte Lan und drehte seinem Freund den
Rücken zu. „Diese Position ist gefährlich für dich...“ – „Ist sie
das?!“ – „Ja schau.“ – „AHHH!!! NIMMST DU WOHL DEINE GRIFFEL DA
WEG!?!?!?“

Da war der dritte Grund. Er brachte Lan dazu rum zu schreien, zu zicken und das
ganze Haus zusammen zu stöhnen. Was für eine Welt. Ein lautes Geräusch
erklang von oben und dann die zwei Stimmen von Lan und Miquel. Wahrscheinlich
stritten sie sich wieder. Typisch.
Zu Jewels Überraschung stand allerdings eine Viertelstunde später, geduscht
und frisch angezogen, Lan unten und stopfte ein Brötchen nach dem anderen in
sich rein. „Wo ist Mickey Mouse?“, fragte sie. „Oben...“ – „Und was
macht er da?“ – „Meine Schultasche packen“, Lan unterbrach sich um einen
neuen Biss zu nehmen und diesen sogleich runter zu Schlucken. „Er ist der
Meinung wenn ich es selber mache, fehlt die hälfte und dann würde er die
hälfte des Nachmittags damit verplempern auf mich zu warten, bis ich mit
Nachsitzen fertig bin!“ Lans Schwester schüttelte den Kopf. Gut vielleicht
behandelte der Spanier ihren Bruder ja gut... Er ging ihr trotzdem auf die
Nerven. Mit federnden Schritten kam Miquel runter und legte die Tasche neben Lan
auf den Tisch. „Hörst du wohl auf zu essen und gehst die Zähne putzen?“
– „Aber ich hab doch gerade erst angefangen zu essen!“ – „Los
jetzt!“, Miquel scheuchte den Rothaarigen hinauf, dieser fluchte noch einige
Male und Miquel rief rauf: „Ich warte beim Auto, Schatz!“, ein genervtes und
ziemlich unverständliches: „Tu was du nicht lassen kannst!“, kam von oben
zurück.

„Lan... La~~~n... LAN!!!“, der Rothaarige zuckte zusammen und starrte das
Mädchen neben sich an als wäre sie ein Geist. „Wo kommst du den her,
Isabella?“ – „Ich gehe schon seit zehn Minuten neben dir her...“ –
„Oh... Hab dich nicht bemerkt, entschuldige!“ – „Immer denkst du nur an
Miquel... Ich bin dir völlig egal!“ – „Quatsch!“, er knuddelte die
Brünette. „Du bist genauso ein grosser teil meines Herzens wie dein
Bruder!“ – „Wirklich?!“ – „Natürlich!“, Isabella Marquez fiel dem
Rothaarigen um den Hals und sogleich erklang eine strenge Stimme hinter ihnen.
„Smith, Marquez ihr kommt zu spät! Und sagt nicht schon wieder ihr habt euch
verirrt!“ – „Gut, Sir wir sagen es nicht!“, meinte Isabella und Lan biss
sich auf die Lippe um nicht laut los zu lachen. „Hören sie mal Marquez... Sie
sind schon fast so eine Nervensäge wie ihr Bruder und genauso knapp dran einen
Verweis zu kriegen... Also würde ich mich am Riemen reissen!“ –
„Natürlich Sir! Ich werde mich am Riemen reissen, auch wenn ich nicht weiss
an welchem genau, denn ich habe an keinem meiner Kleidungsstücke einen...“,
Lan gluckste. „Du junger Mann hast gar nichts zu lachen. Dir droht schon
wieder eine Suspendierung wegen unzüchtigem Verhalten auf der Schultoilette!“
– „Aber Sir, ich kann nichts dafür dass Miquel in Pausen immer so spitz
ist!“ – „IN EURE KLASSE! ABER DALLI!!!“, Isabella und Lan rannten den
Gang entlang und fanden keuchend ihr Zimmer. Die beiden sahen sich an und
lachten laut los.

Gegen vierzehn Uhr kam Lan nach Hause. Sein Shirt war pitsch nass und seine
Jeans klebten an seinen Beinen. „Warum hast du dir auch das Auto klauen
lassen, du Idiot!?“, zischte Lan und zog sich sogleich das Shirt aus. Miquel
kam nach ihm ins Haus. Auch er war bis auf die Haut durchnässt. „Tut mir ja
leid! Aber ich krieg den Ärger nicht du! Ausserdem hab ich das Auto bloss offen
gelassen um dich vom Nachsitzen abzuholen!“ – „Ist ja gut! Jetzt ist es
also meine Schuld?!“ – „Das hab ich nicht gesagt!“ – „Aber
gedacht!“ – „Ja!“ – „Leck mich doch!“, knurrte Lan und ging zum
Kühlschrank. „Ist das etwa Kuchen?“, erklang Miquels Stimme ganz nahe an
Lan und dieser zuckte zusammen. Er hatte nicht bemerkt, dass sein Freund so nahe
an ihn heran gekommen war. „Ja... Willst du ein Stück?“ – „Ist das eine
ernst gemeinte Frage?“ – „Nein...“, Lan holte den Kuchen heraus und
suchte ein Messer aus einer der Schubladen. Er reichte Miquel ein Stück des
Kuchens und verstaute den Rest wieder im Kühlschrank. Dabei überlegte er wann
Jewels wohl zu Hause sein würde.
„Hey deine Terrorzicke kommt erst morgen wieder!“, sagte Miquel. „Woher
weißt du das den schon wieder?“, Lan drehte sich um und sah wie sein Freund
mit einem Zettel winkte. „Ohne mich würdest du dich sogar in deinem eigenen
Haus verlaufen!“ – „So ein Quatsch! Na gut... Vielleicht...“, Miquel
lachte und zog Lan an der Taille zu sich. „Heisst also, dass wir das ganze
Haus bis morgen für uns haben...“ – „Toll!“, gab Lan schnurrend zurück
und küsste den Blonden gierig. Dieser löste den Kuss nach einer Weile
keuchend. „Was denkst du? Schaffen wir es noch ins Schlafzimmer oder muss die
Couch herhalten?“ – „Wie wär’s mit dem Tresen...?“ – „Ich liebe
dich, Schatz!“ – „Ich weiss!“, antwortete der Rothaarige schnurrend und
wurde zugleich von dem Blonden auf den Tresen gehoben.

„Lan... Lan?... Schatz...?“, verschlafen öffnete der Rothaarigen seine
braunen Augen. Er sah in das lächelnde Gesicht Miquels vor sich und musste
lächeln. Er streckte sich und keuchte leise auf. „Wie spät ist es?“,
fragte Lan verschlafen. „Achtzehn Uhr.“, sagte Miquel. Der Rothaarige fragte
sich wie er in sein Bett gekommen war, wurde ihm aber schnell wieder bewusst als
er bemerkte das Miquel nackt war. Sie hatten es nach der zweiten Runde ins
Schlafzimmer geschafft, und das nur, um dort noch einmal mit einander zu
schlafen. „Ich geh duschen...“, flüsterte Lan und tapste ins Bad. Miquel
folgte ihm. „Ich komme mit!“ der Rothaarige allerdings zog die Duschtür
hinter sich zu und sah Miquel feixend an. „Du darfst nach mir!“ – „Was?
Das ist unfair!“ – „Das Leben ist unfair, Schatz!“, säuselte Lan und
begann sich einzuseifen.
Nach dem der Jüngere aus der Dusche gestiegen ist, stand Miquel unter dem
Wasserstrahl und summte eine Melodie. Lan rubbelte sein Mittellanges Haar
trocken und sah in den Spiegel. Er sah heiss aus. Kein Wunder das ihm Miquel
ständig an die Wäsche wollte. Wie er sich da im Spiegel betrachtete,
realisierte er gar nicht wie der Spanier aus der Dusche stieg und ihn von hinten
umarmte. Die Hände des Älteren strichen den Oberkörper hinunter über Lans
Bauch zum Anfang des Handtuches, welches dessen schmale Hüften zierte. Als sich
die flinken Hände allerdings daran machtes das Handtuch zu lösen drehe sich
Lan um und Miquels Hände verharrten nun auf seinem Hintern. „Ich verstehe ja,
dass du in der Pubertät bist, Liebling... Aber deswegen kriegst du nicht schon
wieder Sex!“ – „Was?! Du bist doch auch in der Pubertät! Was soll das
heissen! Ich will aber Sex!!!“, quengelte der Ältere und machte einen
Schmollmund. Als perfekte Ergänzung, verschränkte er noch trotzig die Arme.
Lan gluckste. Er liebte es den Älteren zu ärgern. „Du willst ihn, aber
kriegen tust du ihn nicht!“ – „Dann mach ich Schluss!“, sagte Miquel
knurrend. Lan lachte. „Das tust du nicht... Damit hast du mir schon öfters
gedroht... und selbst wenn... Deswegen schlaf ich nicht mit dir!“ – „Lan
du bist unfair!“ – „Bin ich nicht! Aber ich will heute bei deinen Eltern
zu Abend essen und wenn ich dich nochmal ranlassen würde, würden wir gar nicht
mehr aus dem Haus kommen!“ – „Du bist so verfressen! Liebst du mich nur
wegen den Kochkünsten meiner Mutter!?“ – „Quatsch... Naja.... Ein
bisschen vielleicht!“ – „Nicht dein ernst?“, Lan lachte und ging zurück
ins Schlafzimmer. „Lan, das war ein Scherz oder?!... Lan?!... LAN!!!“, der
Rothaarige drehte sich genervt um. „Jetzt krieg dich mal wieder ein! Ich liebe
dich, verstanden?! Ich liebe nicht dein Aussehen oder den Sex... Nein warte...
Das liebe ich auch...“, Lan hielt inne und überlegte wie er den Satz anders
formulieren könnte. „Also... Ich liebe dich, den Sex mit dir, dein Aussehen,
deinen Charakter, deine Schwächen und deine Stärken, verstanden? Das Essen
deiner Mutter ist bloss noch ein Bonus auf das ganze!“, Miquel blieb der Mund
offen stehen, dann schluckte er. „Du... Ich glaube du hast noch nie so etwas
Romantisches zu mir gesagt...“ – „Das war romantisch? Echt jetzt?“
Miquel trat auf den Rothaarigen zu und hielt diesem den Mund zu. „Halt einfach
die Klappe und mach es nicht kaputt, ja?“, grummeln und gegen Miquels Hand
murrend nickte er aber zustimmend. Nach einigen Minuten nahm der Spanier die
Hand wieder weg. „Danke, Schatz!“ – „Wofür?“ – „Das du mal die
Klappe gehalten hast.“ – „Ach... Gern geschehen.“

Es regnete immer stärker und es wurde unglaublich kalt. Miquel zog Lan näher
an sich, zum einen weil der kleine immer eine unglaubliche Köperwärme hatte
und zum anderen weil der Regenschirm nicht besonders gross war und Miquel keine
Lust hatte schon wieder neue Klamotten anzuziehen. „Scheisse ist das kalt!“,
sagte der Spanier zittern dun Lan verdrehte die Augen. „Was läst du dir auch
das Auto klauen?“ – „Fängst du schon wieder, damit an?!“ – „Ja!“
– „Da sind wir ja schon!“, sagte Miquel, glücklich darüber dass er Lans
Anschuldigungen ausweichen konnte. Sie betraten den Eingang des riesigen
Wohnblocks und Miquel schloss den Schirm. „Hier ist es so kalt...“, sagte
Lan, irgendwie nachdenklich und Miquel zog ihn in den Fahrstuhl. „In der
Wohnung aber nicht mehr!“, im siebten und obersten Stock stiegen die beiden
aus und gingen auf eine der, auf dem Stockwerkverteilten acht Haustüren zu. Als
Miquel die Tür öffnete schlug ihnen eine angenehme wärme entgegen und der
Rothaarige schnurrte erleichtert. Er ging hinein und zog sich noch im
Eingangsbereich die Schuhe aus. Isabella kam in den gang gestürmt und umarmte
Lan, dieser verlor fast das Gleichgewicht. „Lan, Schatz! Ich hab mir solche
Sorgen um dich gemacht!“, dann warf sie Miquel einen vorwurfsvollen Blick zu.
„Du hättest anrufen können und sagen, dass ihr bei ihm seid!“, Miquel
verzog das Gesicht und knurrte: „Halt die Klappe oder ich fress dich!“ –
„Dann kastrier ich dich!“ – „Was?! NEIN!!!“, mischte sich Lan, leicht
hysterisch, ein und die Marquez Geschwister sahen ihn überrascht an. „I...
Ich brauch seine Männlichkeit noch!“, fügte er, leicht rot im Gesicht,
hinzu. Lachend gingen die beiden ins Wohnzimmer und Lan trottete ihnen, das
Gesicht um einige Nuancen dunkler als zuvor, nach. „Miquel, Lan da seid ihr
ja! Pünktlich zum Abendessen!“, sagte Miquels Mutter und deutete ihnen an
sich zu setzen. Der Tisch war bedeckt mit Hackfleisch, Reis, Gemüse,
Bratkartoffeln, Kartoffelpüree, Bratensauce, Steaks und Frisch gebackenem Brot.
Lan lief nur schon beim Anblick das Wasser im Mund zusammen. „Wann können wir
anfangen?“, fragte Lan schnurrend und Miquels Mutter lachte. „Jetzt!“ –
„Kommt Vater etwa nicht nach Hause, Madre?“ – „Nein Miquel, er muss
heute Überstunden machen.“, sagte sie mit einer ähnlichen Stimme wie die
ihrer Tochter. „Na dann, Guten Appetit!“

Voll gefressen lies sich Lan auf Miquels Bett fallen. Dieser gleich neben ihn.
„Wenn man mit dir beim Essen an einem Tisch sitzt, überisst man sich!“,
sagte Miquel und hielt sich den Bauch. „Stimmt doch gar nicht! Ich hab kein
Stück Kuchen gegessen und du dich damit voll gestopft!“ – „Das ist was
anderes!“ – „Okay...“ Lan rollte sich zur Seite und sah aus dem riesigen
Fenster, das auf derselben Höhe wie das Bett anfing und sich über die ganze
Länge der Wand hinstreckte. „Dieses Wohnhaus da drüben... Ich finde es
Wunderschön.“ – „Was, diesen Luxusschuppen?“ – „Ja...“ – „Da
drin wohnen nur Leute mit saftig Kohle!“ – „Echt? Dabei ist es mit dem
hier fast identisch.“ – „Aber nur fast... Die Wohnungen sind kleiner,
dafür viel luxuriöser.“ – „Hm... Ich mag mein Häuschen.“ – „Wie
das klingt... Dein Häuschen...“ – „Ist es auch. Meine Grosseltern haben
es mir vermacht... Meine Schwester wohnt nur bei mir, damit ich überhaupt dort
drin wohnen darf. Meine Eltern haben ein riesen Geschrei deswegen gemacht...“
Das einzige Licht, das das Zimmer erhellte war das graue, trübe Licht, das von
draussen herein schien. Es war immerhin mitten im Sommer und lange hell. Auch
wenn es goss wie aus Kübeln. „Du, Miquel?“ – „Hm...?“, Der Spanier
döste vor sich hin und öffnete die Augen nicht als Lan ihn ansprach.
„Versprichst du mir etwas?“, der Blonde öffnete sie nun und sah den
Rothaarigen an. Dieser drehte den Kopf vom Fenster weg und sah in die blauen
Augen seines Freundes. „Wenn du als Schauspieler mal gross raus kommst...“,
es war Miquels Kindheitstraum Schauspieler zu werden, „Versprichst du mir,
mich dann nicht zu vernachlässigen?“ – „Wie meinst du das?“ – „Dass
du immer für mich da sein wirst, wenn ich dich brauche. Das dir die Arbeit
nicht zu Kopf steigt.“ Miquel sah Lan ernst an. „Ich werde es versuchen.“
Trotz der Tatsache das Miquel es ihm nicht versprach, sondern nur sagte er
würde es versuchen, lächelte Lan. „Danke...“ – „Gern geschehen.“

Profile

my0wnn3v3rland: (Default)
my0wnn3v3rland

July 2012

S M T W T F S
1234567
891011121314
15161718192021
222324252627 28
293031    

Most Popular Tags

Page Summary

Style Credit

Expand Cut Tags

No cut tags
Page generated Jul. 22nd, 2017 12:44 pm
Powered by Dreamwidth Studios